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Milliarden Investment: Deutsche Bank verzockt sich in Las Vegas

Deutsche Bank verzockt sich in Las Vegas

Deutsche Bank: kein Glück mit Casinos – Deutscher Bank droht offenbar Milliarden-Verlust in der Glücksspiel-Metropole Las Vegas: Insgesamt 4,9 Milliarden USD hat das Kreditinstitut einem Zeitungsbericht zufolge in Luxus-Casinos verspekuliert!

Banker als Zocker: Dieser Vergleich taucht in Zeiten allmächtig wirkender Finanzmärkte immer öfter auf und das Kreditinstitut Deutsche Bank (Xetra: 514000) erweckt gerade den Eindruck, als wolle es mit aller Macht beweisen, dass es sich hierbei nicht um ein Klischee handelt.

Der deutsche Branchenprimus hat sich in der Glücksspielmetropole Las Vegas wohl ein wenig übernommen, denn dessen Engagement in Luxus Casinos ist größer als bisher angenommen. Laut der britischen Financial Times, hat das Bankunternehmen 4,9 Milliarden US-Dollar in die Zocker-Metropole investiert – wobei es einen beträchtlichen Teil des Geldes wohl nicht wiedersehen wird. Denn auch die Welthauptstadt des Glücksspiels hat extrem unter den Folgen der amerikanischen Wirtschaftskrise zu leiden und ein Ausflug in die Wüste Nevadas wird immer teurer und gibt Kritikern neue Ansatzpunkte, zu behaupten, dass das Kreditinstitut lediglich ein Hedgefond mit angeschlossener Geschäftsbank sei.

Diese enorme Summe setzt sich aus einer Investition von 3,9 Milliarden USD in das Cosmopolitan Casino und einem Darlehen von einer Milliarde USD für Station Casinos (NYSE: STNNachrichten) , einen Betreiber von mehreren Spielcasinos im Großraum Las Vegas, zusammen. Doch bislang war lediglich über ein Investment von rund vier Milliarden USD beim Cosmopolitan Hotel Spielcasino berichtet worden.

Der luxuriöse Casino Hotelkomplex mit 3.000 Betten ist Eigentum der Deutschen Bank, da der Bauherr während der Finanzkrise im Jahr 2008 seine Schulden nicht mehr begleichen konnte und an den Station Casinos hält das Bankunternehmen nach Angaben der Financial Times einen Anteil von 25 Prozent.

Die Finanzmittel, die das Institut gegenwärtig gut gebrauchen könnte, sind durch das Geschäft mit Blackjack, Roulette und Spielautomaten gebunden. Nach Angaben der Financial Times ist die Summe fast so hoch wie die gesamten Investitionen der Deutschen Bank in Anleihen europäischer Krisenstaaten, darunter Griechenland, Spanien, Italien, Irland und Portugal. Denn laut der Zeitung liegen die Anlagen der Bank in den Ländern bei 5,1 Milliarden USD.

Deutsche Bank: kein Gück mit Casinos – Während in Europa die Schuldenkrise tobt, muss sich das Deutsche Bank Management nun mit unrentablen Hotels in der berühmten Glücksspiel-Metropole Las Vegas herumschlagen. Das riesige Cosmopolitan Casinohotel wurde erst im Dezember 2010 in der Vergnügungsmetropole im US-Bundesstaat Nevada eröffnet und schreibt seither Verluste. In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres mußte das Casino (Paris: FR0000125585) einen Verlust von mehr als 100 Millionen USD ausweisen.

Ein Ende mit Schrecken

Auch die Beteiligung der Deutschen Bank an den Station Casinos bereitet keine Freude. 2009 kämpfte der Konzern mit der Pleite, erst im Juni dieses Jahres konnte das Unternehmen aus dem Gläubigerschutz nach Chapter 11 des amerikanischen Insolvenzrechtes entlassen werden.

Dabei hatte das Projekt Las Vegas für die Deutsche Bank ganz beschaulich angefangen: Sie gewährte im Frühjahr 2004 dem US-Immobilienmogul Bruce Eichner einen Kredit über 60 Millionen USD, damit dieser das Grundstück kaufen konnte, auf dem das Cosmopolitan Casino heute steht. Dieser Kredit wurde in den Boomjahren auf 768 Millionen Dollar aufgestockt.

Doch Eichner konnte anfang 2008 seine Schulden nicht mehr begleichen und die Suche nach anderen potenziellen Investoren blieb ebenfalls erfolglos. Jedoch inmitten der Krise das Projekt ganz abzuschreiben, war zu diesem Zeitpunkt keine Option (Euronext: OPTI.NX) und somit entschied sich die Deutsche Bank, das Kasino auf eigene Faust fertigzustellen.

Doch das Millionen Investment lief nicht wie erhofft: Nicht nur, dass sich die Deutsche Bank zum Gespött der Finanzwelt gemacht hat, zudem löste sie noch einen Sturm der Empörung aus, weil sie gerade zu em Zeitpunkt ein Casino eröffnete, als die heiße Diskussion über die Zockermentalität an den Finanzmärkten gerade im vollen Gange war: Obendrein wurde der Bau auch immer teurer und mehrfach mußten Wertminderungen vorgenommen werden.

Auch das Glücksspielgeschäft wurde durch die Finanzkrise schwer getroffen und das bekommt auch das Cosmopolitan Casino Hotel noch immer zu spüren. Erlöse an den Spieltischen sind rückläufig und der Deutschen Bank ist das ganze Manöver inzwischen sehr unangenehm. Laut Abschlußbericht des vergangenen Geschäftsjahres wird das Engagement, daß nicht zum Kerngeschäft zählt, als Investition mit begrenzter Laufzeit geführt.

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