Legality, Online-Wetten

Deutschland: Glücksspiel-Staatsvertag – Privatisierung von Sportwetten

Deutschland: Glücksspiel-Staatsvertag

Gute Nachrichten für Sportwetten, schlechte Nachrichten für Online-Glücksspiel!

Eines steht fest, Deutschlands staatliches Glücksspiel-Monopol neigt sich dem Ende, allerdings müssen zuvor, große behördliche sowie finanzielle Hürden genommen werden.

Die Chefs 16 Länder haben sich eingehend auf die Eckpunkte für einen neuen Glücksspiel-Staatsvertrag geeinigt, indem die deutschen Ministerpräsidenten bekannt gaben, den Markt durch das Vergeben von 7 deutschlandweiten Lizenzen für Sportwetten auch für private Anbieter zu öffnen. Die Ministerpräsidenten werden bundesweit 7 Konzessionen an private Sportwetten-Anbieter vergeben. Eine Unterzeichnung des Vertrages wird für Anfang Juni 2011 erwartet und die Konzessionsabgabe würde 16,66 % des Spieleinsatzes betragen. Private Sportwetten-Anbieter wie Bwin könnten von dieser Entscheidung profitieren.

Bislang liegt das Volumen der weitgehend illegalen Sportwetten nach Schätzungen bei etwa 5 Milliarden Euro.

Diese Lizenzen werden nicht vor 2012 vergeben, haben eine Geltungsdauer von 5 Jahren und die privaten Sportwetten-Anbieter werden im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung ermittelt.

  • Live-Wetten auf Fußballspiele künftig nur noch auf Endergebnisse; Torschützen oder Zwischenergebnisse, werden nicht mehr zulässig sein;
  • Banden- und Trikotwerbung für Sportwetten der lizensierten Anbieter wären erlaubt, dagegen Werbung im TV während Sportübertragungen für Sportwetten nicht.
  • Und am wichtigsten, es wird eine Umsatzsteuer von 16.66% auf alle Wetten geben.

Obwohl das staatliche Glücksspiel-Monopol erhalten werden soll, sieht das neue zwischenstaatliche Abkommen vor, dass Online Casino Glücksspiele grundsätzlich erlaubt werden, ebenfalls mit einer Testphase von 5 Jahren. Das Angebot von Spielbanken soll danach weiterhin zahlenmäßig stark begrenzt bleiben. Allerdings sind auf den Internetseiten nur „reale“ Casino Spiele (wie Roulette, Blackjack) zulässig, wie sie auch echten Spielbanken vor Ort gibt.

Es ist zweifelhaft, ob sich dieses Modell durchsetzen wird und in der Lage ist, Spieler von illegalen Anbietern fernzuhalten. Die Internetseite bwin.party hat bereits erklärt, dass Ihrer Ansicht nach der neue Glücksspiel-Staatsvertrag weder mit dem europäischem Recht zu vereinbaren ist (das eine einheitliche Regelungen für alle Formen des Glücksspiels vorschreibt) noch mit den Bedürfnissen des Marktes in Einklang zu bringen ist.

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